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„HOMESTORIES“
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Eine Kooperation
mit dem Kunstverein Grafschaft Bentheim, Neuenhaus und dem Kurator
Stefan Rasche, Münster
17. September bis 29. Oktober 2006 (Es erscheint ein Katalog)
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Teilnehmende Künstler
in Emsdetten: Achim Bitter, Kristin Calabrese, Andreas Gefeller,
Clay Ketter, Mirjam Kuitenbrouwer, Alexander Ranner
in Neuenhaus:
Rita Kanne, Susanne Kutter, Moonho Lee, Ricarda Roggan, Hiraki Sawa,
Günter Wintgens
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| Das Ausstellungsprojekt
„HOMESTORIES“, das im September / Oktober 2006 zeitgleich
in der Galerie Münsterland Emsdetten und im Kunstverein Grafschaft
Bentheim in Neuenhaus stattfinden wird, befasst sich mit einem an
sich klassischen Bildthema – dem Interieur, das anhand ausgewählter
Positionen aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Video und Installation
auf seine Aktualität hin untersucht werden soll. Gezeigt werden
dazu Arbeiten von etwa zehn Künstlerinnen und Künstlern,
die auf die beiden Orte aufgeteilt werden.

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| (Rita Kanne, Siebensachen, 2002, verschiedene
Materialien) |
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Wenn das Interieur
gerade aus zeitgenössischer Perspektive (erneut) Interesse
verdient, so deshalb, weil das Verhältnis von privatem
Leben und Öffentlichkeit weitreichenden Verschiebungen
von gesellschaftspolitischer Relevanz unterworfen ist.
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(Mirjam Kuitenbrouwer, Annunciation, 2001, Acryl und Foto auf
Hartfaserplatte) |
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| So haben Stichworte wie
New Homing oder Cocooning in den 90er Jahren eine lustvolle Rückbesinnung
auf die Vorzüge von Komfort und Behaglichkeit innerhalb der eigenen
vier Wände eingeleitet. Was die Bildsprache der Werbung und Magazine
als Ausdruck von Wohnglück und Lebensfreude zelebriert, lässt
sich andererseits aber auch als Fluchtbewegung, als Abwehr unverarbeiteter
Ängste und Konflikte deuten. |
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Dieser komplexen
Gemengelage antworten zeitgenössische Künstlerinnen und
Künstler mit Mitteln der Irritation, hinter denen je eigene Fragestellungen
im Umgang mit dem Gegenstand und seinen psychologischen wie kulturellen
Dimensionen zum Vorschein kommen. |
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(Alexandra
Ranner, Hinterzimmer, 2001, Video-Skulptur (Ausschnitt) ) |
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(Susanne Kutter, flooded home, 2003, Video)
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Von Belang
für die Auswahl der Positionen ist somit weder die selbstgenügsame
Abschilderung bekannter Wohnformen noch die Wiedergabe subtiler
Emotionen und Stimmungen, sondern die offensive Verbildlichung jener
ambivalenten Kräfte, die das Interieur an der Schwelle von
innerer und äußerer Wahrnehmung, von schöner Oberfläche
und substanzieller Sinnkrise beherrschen. |
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