Kooperationsprojekt: Keimzelle Kunst, Ostbevern |
|
|
|
|
Die Keimzelle Kunst ist eine Konzeption des Bildhauers und Malers
Peer Christian Stuwe (geb. 1952) und das Ergebnis eines beschränkten
Wettbewerbes, - gleichzeitig ein Geschenk der Kulturstiftung der
Sparkasse Warendorf an die Gemeinde Ostbevern.
In Umkehrung der alten Artilleristenforderung: Wo ein Etwas
ist, soll ein Nichts sein! (Peter Sloterdijk, Kritik
der zynischen Vernunft, Der Artilleristenzynismus), wurde ein
ungenutzter Pavillon zwischen Rathaus und Kirche vom Künstler
in eine kleine Kunsthalle umfunktioniert mit dem Ziel, auf einem
öffentlichen Platz aktuelle
|
|

Positionen zeitgenössischer Kunst zu präsentieren
und Kunst zu einem selbstverständlichen Bestandteil des gesellschaftlichen
Lebens werden zu lassen. |
| |
|
|
| |
| |
|
|
| Das
Ausstellungskonzept |
|
|
In
Kooperation zwischen dem Kunstverein Galerie Münsterland, Emsdetten
und der Gemeinde Ostbevern
finden seit Oktober 2003

Förderung
des Gesamtprojektes durch die Kulturstiftung der Sparkasse Warendorf
|
|
in der Keimzelle Kunst im Zentrum Ostbeverns wechselnde Ausstellungen
statt, die herausragende Positionen zeitgenössischer Bildender
Kunst zeigen.
Kuratorin des Kooperationsprojektes ist die Leiterin der Galerie
Münsterland, die Kunsthistorikerin Ingrid Raschke-Stuwe.
Der spezielle Standort der kleinsten Kunsthalle Westfalens - vielleicht
sogar der Welt -, die Architektur, gläsern und transparent,
stellen für die eingeladenen KünstlerInnen immer wieder
eine Herausforderung dar. Mit der ihnen eigenen Formensprache entwickeln
sie neue ortsbezogene Arbeiten.
|
| |
|
|
| |
| |
|
|
| 7.
Ausstellung |
|
|
|
|
|
Artur Klinow (geb. 1965 in Minsk)
Sweet Straw Life, 2005
Stroh, Holzkonstruktion, Bindfaden
September bis November 2005
|
|
|
|
|
|
 |
|
 |
|
|
|
| Artur
Klinow ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler
Weißrusslands und gehört zur Avantgarde der jungen osteuropäischen
Kunst.
Seine durch Zeit- und Gesellschaftskritik geprägten Arbeiten,
- Malerei, Bildhauerei und Installationen -, fallen in seinem Heimatland
größtenteils der politischen Zensur zum Opfer, so dass
seine Kunst nahezu ausschließlich im Ausland gezeigt werden
kann.
|
|
 |
| |
|
|
Ein bevorzugtes
Arbeitsmaterial Artur Klinows ist seit einigen Jahren Stroh.
Stroh ist für den Künstler das geeignete Material, um die
Vergänglichkeit alles Irdischen auszudrücken und auf teils
drastisch sarkastische Weise Ewigkeitsansprüche politischer oder
weltanschaulicher Ideologien zu persiflieren.
Der Philosoph Martin Heidegger beschreibt in seinem Standartwerk „Sein
und Zeit“ die Situation des Menschen als ein „Geworfensein
in die Welt“. |
|
Die Installation Sweet Straw Life,
speziell für die Keimzelle Kunst geschaffen, thematisiert diese
Verlassenheit des Individuums auf eindringliche Weise.
Alles ist Werden und Vergehen, das menschliche Leben eine kurze Spanne
zwischen Geburt und Tod, - und danach: Erde zu Erde, Staub zu Staub,
- und Artur Klinow würde hinzufügen: Stroh zu Stroh.
Kurz-Biografie zu Artur
Klinow |
| |
|
|
| |
| |
|
|
| 8.
Ausstellung |
|
|
|
|
|
CODE,
2005
Eva-Maria Joeressen und
Klaus Kessner:
Objekt: Eva-Maria Joeressen
Klanginstallation: Klaus Kessner |
|

|
|
|
|
|
|
|
 |
|
Die audio-visuelle Installation
CODE wurde eigens für die 'Kleinste Kunsthalle der Welt' entwickelt.
Ihr Thema sind die verschiedenen Bedeutungsebenen des Begriffs Code:
Zeichensystem - Kommunikation - Verschlüsseln - Entschlüsseln. |
| |
|
|

(Bei Tag)
|
| |
|
|
|
|
|
Ein Code
ist zum einen ein allgemein verständliches Zeichensystem, die Grundlage
jeglicher Kommunikation, zum anderen aber auch die Möglichkeit,
eine Nachricht zu verschlüsseln, allgemeine Kommunikation auszuschließen. |
|
Kunst und Musik haben ebenso
einen Kodex von Codes entwickelt, aus denen sie schöpfen, über die
sie sich definieren und deren Kenntnis für Umgang und Verständnis
eines Kunstwerks nötig ist. |
| |
|
|
|
|
|
Objekt
Das vierseitige Leuchtobjekt besitzt insgesamt 28 Röhren. Die sieben
Röhren auf jeder Seite sind die Signalfolge eines ASCII-Zeichens
- C; O, D, E dargestellt in einem binären Leuchtsystem: Aus für
Null, Ein für Eins. Der immaterielle, 'außerirdische' Schein der
grünen Röhren unterstreicht den geheimnisvoll, hermetischen Charakter
dieser Arbeit. Wie ein Litfass-Pfeiler präsentiert sich das Objekt
als Werbeträger für Kunst, ein Werbeträger, der allerdings seine
Botschaft verschlüsselt. |
|
(Bei
Nacht)
|
| |
|
|
|
|
|

|
| |
|
|
|
|
|
Klang |
|
|
Der Klang
wird über 4, auf je eine der Scheiben der 'Kleinsten Kunsthalle
der Welt' montierte Piezo-Lautsprecher übertragen. Beim ersten Zuhören
erinnert der Klang vielleicht nur an das bekannte 50-Hz-Brummen
von Leuchtstoffröhren - scheint also nur vom Objekt zu kommen. |
|
Beim näheren Zuhören offenbart
sich aber die eigene, komponierte Struktur: Anders als das Objekt
mit seiner eingefroren Leucht-Botschaft, wandelt sich der Klang
ständig. Er schöpft aus dem gesamten ASCII-Zeichensatz und transponiert
diesen in ein Wechselspiel aus Timbre und Rhythmus.. |
| |
|
|
Kunst
als Code, kodierte Kunst - der Schlüssel liegt im Einlassen.
Biografien zu Eva-Maria Joeressen
und Klaus Kessner |
| |
|
|
 |
| 9.
Ausstellung |
|
|
|
|
|
Werner Schlegel
"Bildmal", 2006
Sperrholz, Papier, Acryl, Ölkreide, Graphit, Kirschenholz
(März bis Juni 2006) |
|

|
|
|
|
|
|
|
Thema
der ausgestellten Arbeit ist die Verbindung von Skulptur und Zeichnung.
Der Arbeit liegt kein kompliziertes Gedankengerüst zugrunde,
sondern versucht die beiden klassischen Gattungen: Zeichnung und
Skulptur auf spielerische Weise zusammen zu führen. |
|

|
| |
|
|
 |
|
 |
|
|
|
|
|
|
 |
|

Biografie: Biografie
Werner Schlegel Einzelausstellungen
Gruppenausstellungen
|
|
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
 |
| 10.
Ausstellung |
|
|
| |
|
|
Katerina Kuznetcowa
Alexander Edischerow
Warteraum
( Juli und August 2006)
Die Keimzelle Kunst steht zwischen Rathaus und Bushaltestelle.
Beides, Behörden und Haltestellen, verbindet man mit Warten,
Sitzen, Verweilen.
Durch ihre besondere Lage bietet sich die Keimzelle Kunst an, dem
Warten ein Denkmal zu setzen, ihm Raum zu geben, - einen Warteraum.
Zwei Bänke, ein Schriftzug und ein elektronisches Klingelsignal
laden den Passanten ein, das Wesen des Wartens zu erleben.
Bitte treten Sie ein! |
|
 |
| |
|
|
 |
|
 |
| |
|
|
Katerina Kuznetcowa
1974 in Smolensk (Rußland) geboren
1991-1996 Studium der Textilgestaltung an der Staatlichen Technologischen
Universität in Witebsk (Weißrußland)
1999-2002 Studium der Freien Kunst an der Kunstakademie Münster
seit
2002 Studium an der Kunstakademie Münster bei Prof. Maik und
Dirk Löbbert
2005
Meisterschülerin von Maik und Dirk Löbbert |
|
Alexander Edischerow
1973 in Tbilissi (Georgien) geboren
1989-1995 Studium der Malerei an der Fachhochschule in Tbilissi
1995-1998 Studium der Malerei an der Kunstakademie Tbilissi
1998-2002 Studium der Freien Kunst an der Kunstakademie Münster
seit 2002 Studium an der Kunstakademie Münster bei Prof. Maik
und Dirk Löbbert
2005 Meisterschüler von Maik und Dirk Löbbert
2006 Akademiebrief |
| |
|
|
| Biografie
Katerina Kuznetcowa |
|
Biografie
Alexander Edischerow |
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
 |
| 11.
Ausstellung |
|
|
|
|
|
Andreas Rosenthal
„VIER ANSICHTEN DER GÜTE“
Pinselzeichung
Lackfarbe auf Plexiglas
4 x je 2 x 100 x 200 cm
(Oktober und November 2006) |
|

|
|
|
|
|
|
|
 |
|
Die von der Keimzelle Kunst aus den vier Himmelsrichtungen gezeichneten „Vier Ansichten der Güte“ beziehen sich auf die allegorische Figur der „Bonitas“ – „Güte“, die als Sandsteinskulptur in 68 m Höhe neben 17 weiteren Tugenden vom Rathausturm Dresdens ins Land blickt.
|
| |
|
|
| Diese Figur ist international unter der Bezeichnung „Engel von Dresden“ als Sinnbild gegen jegliche Kriegszerstörung in die Geschichte und in die Geschichtsbücher eingegangen. |
|
 |
|
|
|
 |
|
 |
| Biografie Andreas Rosenthal |
|
|
|
| |
|
|
| |
|
|
|